wie anmelden

TRY SALSA

wie anmelden

Beitragvon TRY SALSA » 2. Aug 2004, 12:35

Hallo zusammen,

ich bin neu hier in Deutschland. Ich bin Musiker, habe mit einem Kumpel auch schon ein Repertoire zusammengestellt. Jetzt wollen wir professionell an die Sache gehen. Was muss ich machen?
Wenn ich zum Finanzamt gehe, bin ich dann direkt Freiberufler? Ich habe einen Job auf 400 € -Basis. Wie sieht es dann aus?

Für Tipps wäre ich dankbar!

TRY SALSA
Zuletzt geändert von TRY SALSA am 3. Aug 2004, 08:13, insgesamt 1-mal geändert.

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trancefish
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Beitragvon trancefish » 2. Aug 2004, 18:01

Solange du mit deinen Songs keinerlei Profit machst, brauchst du dich auch nirgends anzumelden.

Wenn du nen Gewerbeschein holst, bist du laut Rechtsform eine GbR, eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts. Das heißt unter anderem, daß du mit deinem Privatvermögen haftest usw.

Freiberufler ist keine Rechtsform, sondern eine Statusbezeichnung. Du stellst als Freiberufler dein Können anderen zur Verfügung.

Ein Gewerbeschein kostet ca. 30 Euro. Wenn du einfach immer schön notierst, was du eingenommen und ausgegeben hast, kann dir bei deiner Steuererklärung nicht viel passieren.


Ach ja, solang du keine Songs von anderen spielst, mußt du nicht mal GEMA bezahlen, geschweige denn, dich anmelden.

Was GEMA usw. angeht, weiß Uli bestimmt besser Bescheid.

HTH
Marcel

Uli

Beitragvon Uli » 2. Aug 2004, 22:34

Ach ja, solang du keine Songs von anderen spielst, mußt du nicht mal GEMA bezahlen, geschweige denn, dich anmelden.

Was GEMA usw. angeht, weiß Uli bestimmt besser Bescheid.

HTH
Marcel
Oops, jetzt ist mal wieder der "track4-Forumsgemaloge" Uli gefragt. :D :D :D Danke für das Vertrauen und die Empfehlung, trancefish.

Na ja, ich hatte ja schon mehrfach geäußert, daß eine GEMA-Mitgliedschaft immer von einer Aufkommensberechnung abhängt.

Ich muß ehrlich zugeben, daß mir in dieser Beziehung schon mehrere Anfragen vorliegen und auch schon berechtigterweise (Asche auf mein Haupt) freundlich angemahnt worden bin, aber ich mit deren Beantwortung nicht nachkomme, weil die individuelle Berechnung und Einschätzung trotz Exce-Tool eine Menge Zeit kostet und ich im Moment noch voll in den Reklamationen für nicht abgerechnete Musikfolgen für unsere Verlagsautoren stecke.

Ich will nämlich keine stereotypen "Blitzantworten" geben, sondern jeweils individuell auf Anfragen eingehen.

Zu diesem Fall nur so viel: Ein ausländischer Mitbürger, der vorrangig in Deutschland auftritt und einen festen Wohnsitz in Deutschland hat, kann wählen, ob er Mitglied der Urhebergesellschaft seines Heimatlandes oder der GEMA werden möchte.Innerhalb der EU herrscht eh' Wahlfreiheit, nur wenn derjenige aus einem Nicht-EU-Land kommt, kann er sowohl zu Hause Mitglied werden als auch bei der GEMA.

Aber wie geaagt - das Thema ist kompliziert, aber ich bin gern bereit, weiterzuhelfen, wenn ich genauere Informationen habe wie Anzahl der Werke, Auftrittshäufigkeit, territoriale Verteilung der Auftritte auf GEMA-BD usw.

GRuß Uli

Gast

Beitragvon Gast » 3. Aug 2004, 09:22

Siehst du? Der Mann kennt sich aus :)

TRY SALSA

Beitragvon TRY SALSA » 4. Aug 2004, 10:13

Hallo alle zusammen,

vielen Dank für die Antworten. Mir wurde gesagt, dass Künstler keine Gewerbetreibende sind. D.h. sie müssen auch keinen Gewerbeschein haben, müssen nicht bei der IHK gemeldet sein und brauchen nur eine einfache Buchführung machen.
Also ich gehe jetzt zum Finanzamt und melde mich als Musiker an. Dann bin ich GbR und schimpfe mich Freiberufler. Dann muss ich mich bei der Künstlersozialkasse pflichtversichern lassen. Wie hoch sind die Beträge für Berufsanfänger? Im Moment bin ich noch in der Familienversicherung von meiner Frau. Und nun darf ich ganz offiziell Musik machen?

Wer kann mir denn mal die genauen schritte vom Hobby-Musiker bis zum professionellen Musiker auflisten?

Wer von euch arbeitet mit einer Agentur zusammen? Ist das empfehlenswert oder ist das Abzocke? Was gibt es dabei zu beachten?

Gruß
TRY SALSA :?:

Uli

Hi. TRY SALSA

Beitragvon Uli » 4. Aug 2004, 14:16

Hallo TRY SALSA,

Deine Fragen sind besser direkt zu klären als über Umwege, also örtliches Finanzamt bzw. Künstlersozialkasse http://www.kuenstlersozialkasse.de
Wer kann mir denn mal die genauen schritte vom Hobby-Musiker bis zum professionellen Musiker auflisten?
Ich denke mal, keiner, denn da läßt sich nichts verallgemeinern, denn es hängt von Faktoren ab, die man als Außenstehender nicht beurteilen kann - und auch nicht sollte, z.B. wie gefragt Deine Darbietung ist, wo Deine Mindest-Honorarvorstellungen liegen usw. usf.
Wer von euch arbeitet mit einer Agentur zusammen? Ist das empfehlenswert oder ist das Abzocke? Was gibt es dabei zu beachten?
Wie in jeder Branche gibt es bei Agenturen seriöse (das sind die meisten) als auch "schwarze Schafe". Zu beachten ist folgendes:
1. Leiste keine Vorschüsse
2. Achte darauf, daß die Provisionen nicht die branchenübliche Grenze von 15 % überschreiten, es sei denn die Agentur weist Dir Aufwände nach, die auf Grund geringer Honorarhöhe mit den 15 % nicht abgedeckt sind.
3. Achte darauf, daß Deine Honorarvorstellungen immer brutto sind, d.h. wenn Du Dich selbst vermittelst, hast Du 100 %, über Agentur eben nur bis 85 %, dafür aber mehr Auftritte.
4. Gehe keine Exklusivbindungen mit Agenturen ein, es sei denn, sie garantieren Dir Honoraraufkommen, die Dir Deinen Lebensunterhalt sichern. Aber auch dann ist Vorsicht geboten.
5. Hat Dir eine Agentur einen Auftritt verschafft, buche künftige Gigs bei dem jeweiligen Veranstalter nie selbst, auch wenn er Dir das anbietet, sondern verweise auf die Agentur. Sonst hat Dich die Agentur das erste und letzte Mal gebucht und auch Partneragenturen werden Dich dann ignorieren. Das heißt, im Falle eines Veranstalters, bei dem Dich deine Agentur untergebracht hat, mußt Du dieser Agentur - und nur in diesem Falle - schon Exklusivität für weitere Vermittlungen einräumen, denn Agenturen haben in der Regel hohe Aufwände, neue Künstler am Veranstaltungsmarkt zu platzieren und nehmen Dir auch Arbeit ab, damit Du die gewonnene Zeit in Deine künnstlerische Tätigkeit investieren kannst.

Das erst einmal im Groben. Der Teufel steckt bekanntlich im Detail, aber über Details kan man auch von Fall zu Fall diskutieren.

Gruß
Uli

Gast

Beitragvon Gast » 4. Feb 2005, 00:33

hallo,

zum Gewerbe: wenn man ein Gewerbe anmeldet, hat man eine sogenannte "Personenfirma". Eine GbR kann man gründen, wenn es mindestens 2 sind, die beide gleichberechtig sind und auch beide persönlich haften.

zur Provision: da gibt es unterschiedliche Informationen. Die Einen meinen, 20 % sei üblich, die Anderen reden von 15 %.


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